Berlin, 12.03.2021. Eine stabile Schiene auf dem neuesten Stand der Technik ist ein unerlässlicher Träger der Verkehrswende und damit eine wichtige Säule für den Klimaschutz.
Aus diesem Grund haben Bund, Länder und die DB ein Rekordpaket über 12,7 Milliarden Euro geschnürt, dass nun im Jahr 2021 in das Schienennetz und die Infrastruktur investiert wird.
Ziel des Programmes ist, die Grundlage für den Deutschlandtakt zu legen, das Schienennetz allgemein zu modernisieren und in standzuhalten, Verbindungen neu- bzw. auszubauen und die Digitalisierung des System Bahn voranzubringen.
Insgesamt plant die Bahn Arbeiten verschiedenster Natur an etwa 1.900 km Gleis, 2.000 Weichen, knapp 140 Brücken und etwa 670 Stationen.

Um dieses Mammutprojekt zu stemmen, hat die DB ein Arbeitsprogramm mit vier Säulen erstellt.

Die erste Säule steht für die Mitarbeitenden und Neueinstellungen des Konzerns. Zur Umsetzung der Projekte plant die DB die Einstellung von etwa 2.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie von 1.700 Expertinnen und Experten für die Instandhaltung. Für das Baumanagement der Bahnhöfe sind etwa 20 Prozent mehr Mitarbeitende aus dem Handwerk und der Industrie geplant.
Die zweite Säule hat zum Ziel, die Großprojekte 25 Prozent schneller umzusetzen als in der Vergangenheit. Hierfür werden digitale Tools (wie z. B. BIM) für die Planung und Durchführung der Bauarbeiten eingesetzt. Zusätzlich achtet die DB auf frühe Bürgerbeteiligung und die Anwendung des Planungsbeschleunigungsgesetzes.
Die Digitalisierung der Weichen ist der Kern der dritten Säule. Auf den Schnellstecken des Schienennetzes werden die Weichen mit smarten Sensoren ausgestattet, um Störungen frühzeitig zu erkennen.
Aber nicht nur die Weichen werden digitalisiert. Teil der vierten Säule europäische Zugleitungssystem ETCS wird auf verschiedenen Strecken eingesetzt und digitale Stellwerkstechnik zum Zug gebracht. Darüber hinaus wird in Hamburg weiterhin eine vollständig digitalisierte S-Bahn getestet.
Um den regulären Bahnverkehr während der Bauarbeiten so wenig wie möglich zu stören, sind Ersatzbrücken und Ausweichgleise geplant.

Mehr über die Projekte ist hier zu finden.