Zwar ist die Bahn bereits das umweltfreundlichste motorisierte Verkehrsmittel hierzulande, trotzdem gibt es auch hier immer noch Bestrebungen, den Schienenverkehr noch nachhaltiger zu gestalten.
Das ist zumindest das Ziel des Industrieforschungsprojektes des britischen Unternehmens „Rock Rail“.
Thema des Projektes sind batteriebetriebene Antriebe für die Schiene. Die Technische Universität Dresden und die Universität Birmingham forschen gemeinsam für drei Monate nach Möglichkeiten, Dieselloks durch nachhaltiger betriebene Varianten zu ersetzen.
Das Forschungsprojekt ist eines von vier internationalen Projekten des sächsischen Bahntechnik-Innovationsclusters SET4FUTURE, die vom Freistaat Sachsen gefördert und von der technischen Universität Dresden betreut werden.

Batterie vs. Diesel

60 Prozent des staatlichen Schienennetzes in Deutschland ist mit einer Oberleitung ausgestattet und somit elektrifiziert. Über diese Stecken bewegen sich 90 Prozent des Schienenverkehrs.
Daher wäre eine Vollelekrifizierung der Schiene wäre ökonomisch nicht sinnvoll, sodass die noch verbliebenen dieselbetriebenen Loks nach und nach durch umweltfreundlichere und nachhaltigere Antriebstechnologien ersetzt werden.
Im Rahmen des Projektes werden nun verschiedene Möglichkeiten und Szenarien erprobt sowie die notwendigen Rahmenbedingungen definiert.

Die Initiatoren des Projektes, der sächsische Bahnindustrieverband BTS Rail Saxony und die britische Rail Alliance, sind bereits seit zehn Jahren über die European Railway Clusters Initiative (kurz: ERCI) miteinander in Kontakt.
Gestartet ist das Forschungsprojekt im Märt bei einem Technologie-Workshop an der Universität Birmingham, der durch SET4FUTURE organisiert wurde und einem ersten wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch diente.

SET4FUTURE – was ist das?

SET4FUTURE ist ein durch den Freistaat Sachsen gefördertes Innovationscluster, das mindestens vier und bei erfolgreicher Zwischenbilanz bis zu zehn Jahre läuft.
Ziel des Projektes ist, die Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Attraktivität des Schienenverkehrs, insbesondere im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Regionalverkehrs, durch technische Innovationen zu steigern. Schlüsselpartner des Innovationsclusters sind die Technische Universität Dresden und das Unternehmen A.S.T – Angewandte System Technik GmbH.