Berlin, 15.12.2020. Nach insgesamt sieben Jahren ist nun der letzte von insgesamt 63.000 Güterwaggons der DB Cargo mit neuen, leisen Bremsen nachgerüstet. Die Verbundstoffbremsen reduzieren den Lärm der Waggons auf der Schiene um etwa zehn Dezibel, d. h. das menschliche Ohr nimmt den Lärm nur noch als halb so laut war.
Die neuen Bremsen schonen die Räder der Waggons vor Aufrauhung, die sich bei Kontakt auf die Schienen überträgt. Die entstehende Reibung wird unter anderem vom menschlichen Ohr als Lärm wahrgenommen. Insgesamt hat die Nachrüstung 220 Millionen Euro gekostet.

Grafik Lärmschutz

Weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Lärms

Aber nicht nur an der Quelle versucht die DB Cargo, die Lärmbelastung der Anwohnerinnen und Anwohner einzudämmen. Auch vor Ort in Städten und Gemeinden werden Maßnahmen ergriffen, damit die Güterzüge ihre Waren so geräuscharm wie möglich transportieren.
Dazu gehört zum einen die Nachrüstung von Häusern in unmittelbarer Nähe der Schiene mit Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern. An den Gleisen werden Schallschutzmauern und Gambionen (das sind Mauersteinkörbe) errichtet, um den Schall schon hier soweit wie möglich zu dämmen.
Auch an den Gleisen können Features installiert werden, welche den Schienengüterverkehr leiser werden lassen: Die sogenannten Schienenschmiereinrichtungen und Schienenstegdämpfer sorgen für eine reibungslose und damit geräuscharme Nutzung der Schienen.
Im Rahmen des bisherigen Programms wurden seit 1999 etwa 2000 km Schiene lärmsaniert. Es soll nun bis 2030 verlängert werden, um weitere 1250 km nachzurüsten. Der Bund fördert dieses Projekt mit jährlich 140 Millionen Euro.

Ziel der Lärmreduzierung ist, dass Anwohnerinnen und Anwohner möglichst wenig unter dem Lärm des Bahnverkehrs, insbesondere des Schienengüterverkehrs, leiden und eine gute Nachbarschaft gewährleistet ist.

Weitere Informationen finden Sie unter www.deutschebahn.com/laermschutz.