Mit einem Sofortprogramm plant die Deutsche Bahn noch bis zum Jahresende bundesweit 167 Bahnhöfe zu sanieren und zu verschönern. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur stellt hierfür 40 Millionen Euro zu Verfügung. Mit dieser Maßnahme sollen regionale mittelständische Handwerksbetriebe in Zeiten der Pandemie unterstützt werden.
Die Mittel kommen aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung zur Stärkung der deutschen Wirtschaft.

Was genau wird gemacht?

An zahlreichen Bahnhöfen im Bundesgebiet werden Maßnahmen zur Aufenthaltsqualität, Reisendeninformation und Energiesparmaßnahmen durchgeführt.

Dazu gehören unter anderem folgende Arbeiten:

  • Ergänzung von Sitz- und Wartemöglichkeiten
  • Erweiterung von Reisendeninformationen
  • Ausbau der Barrierefreiheit
  • Energetische Sanierungen (z. B. Umrüstung auf LED-Beleuchtung oder Austausch von Heizungsanlagen)
  • Austausch von Wand- und Bodenbelägen
  • Erneuerung von Anstrichen und Fassaden

Die Aufträge werden direkt von der Deutschen Bahn erteilt und die Arbeiten sollen noch in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 durchgeführt werden.
DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla verspricht, dass „Reisende und Besucher […] schon ab Jahresende von höherer Aufenthaltsqualität und besserer Information [profitieren]“.

In welche Bahnhöfe wird investiert?

Hier stellt die Deutsche Bahn diverse Infografiken zur Verfügung, welche die Investitionen transparent machen. In diesen Infografiken werden der Bahnhof, die Höhe der Investition und der Bereich (Aufenthaltsqualität, Reisendeninformation, Energiesparmaßnahmen) einsehbar.

In Nordrhein-Westfalen werden z. B. insgesamt mehr als 5 Millionen Euro investiert. Die Höhe der Investitionen unterschiedet sich von Bahnhof zu Bahnhof: angeführt wird sie Liste von Siegen Hbf mit rund 1.025 Millionen Euro, das Schlusslicht bildet Krefeld Hbf mit 25.000 Euro.

Und welche Betriebe profitieren?

Insbesondere sollen mittelständische Handwerksbetriebe wie Maler, Gerüstbauer, Elektroinstallateure, Anlagenmechaniker und Servicetechniker aus dem Umfeld des jeweiligen Bahnhofs mit den Arbeiten beauftragt werden. So werden Handwerker und Betriebe auf lokaler Ebene gestärkt und gleichzeitig das Projekt „Starke Schiene“ der Deutschen Bahn unterstützt.