Bund und Bahnbranche wollen sich gemeinsam für eine breite Aus- und Weiterbildungsoffensive engagieren. Der Masterplan Schienengüterverkehr, den das Bundesverkehrsministerium zusammen mit Experten aus Eisenbahnverbänden, Wissenschaft und der Deutschen Bahn erarbeitetet hat, stellt der Branche Fördermittel zu diesem Zweck in Aussicht. Zudem soll die finanzielle Ausstattung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen mit anderen Verkehrsträgern gleichgestellt werden. 128 Millionen Euro fließen jedes Jahr in entsprechende Initiativen bei Lkw und Binnenschiff. Eine vergleichbare Förderung für Beschäftigte in der Bahnbranche existiert nicht.

Weiterhin sollen Ausbildungsinhalte zum Verkehrsträger Schiene nicht nur optional, sondern verpflichtend in Rahmenlehrplan und Ausbildungsordnung von Speditionskaufleuten aufgenommen werden. Viele Speditionen beklagen, dass es schwierig sei, qualifizierte Mitarbeiter für die Schienenlogistik zu finden.

Die Bahnbrache sucht händeringend nach Nachwuchs. In der Liste der Bundesagentur für Arbeit ist Lokführer der Beruf mit dem größten Nachwuchsmangel. Durchschnittlich 167 Tage müssen Unternehmen warten, bis sie eine offene Lokführerstelle besetzen können.