Ausbildungsberuf
Fachkraft Metalltechnik Ausbildung – Fachrichtung Montagetechnik
Präzise Bauteile montieren, Maschinen zusammenbauen, Oberleitung installieren – wer eine Fachkraft Metalltechnik Ausbildung in der Fachrichtung Montagetechnik absolviert, lernt in zwei Jahren das handwerkliche Rückgrat der Industrie. Ob Fahrleitungsanlagen im Bahnbau, Aufzugssysteme oder Industrieanlagen: Deine Fähigkeiten sind in vielen Branchen gefragt – und das von Anfang an sehr praxisnah.
Was macht eine Fachkraft für Metalltechnik – Montagetechnik?
Als Fachkraft für Metalltechnik in der Fachrichtung Montagetechnik bist du Spezialist:in für das Zusammenfügen von Bauteilen und Baugruppen zu funktionsfähigen Maschinen, Anlagen oder Konstruktionen. Du beginnst damit, Fertigungs- und Montageaufträge zu analysieren, Montagepäne und technische Richtlinien zu lesen und die Arbeitsschritte daraus abzuleiten.
Zu deinen konkreten Aufgaben gehören:
- Bauteile manuell oder maschinell herstellen – z. B. durch Blechbearbeitung, Löten, Schmieden oder Zerspanen
- Bauteile und Baugruppen zusammensetzen: Schrauben, Vernieten, Verstiften, Verschweißen
- Leitungen sowie elektrische und elektronische Elemente montieren und nach Schalt- und Funktionsplänen ausrichten
- Baugruppen und Anlagen lage- und funktionsgerecht ausrichten und sichern
- Fertige Produkte und Anlagen auf Funktion prüfen
- Eingesetzte Maschinen und Werkzeuge warten
In der Schienenbranche ist die Fachkraft für Metalltechnik mit der Fachrichtung Montagetechnik besonders gefragt für die Montage von Oberleitungsanlagen – also dem Aufbau und Umbau der Fahrleitung, die den Zügen ihren Strom liefert. Das macht diese Ausbildung zu einem attraktiven Einstieg in die Bahninfrastruktur.
Formale Voraussetzungen für die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik
Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen die meisten Betriebe Bewerber:innen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss ein. Wer gute Noten in Mathematik, Physik oder Technik mitbringt, hat besonders gute Karten.
Im Überblick:
- Schulabschluss: Kein gesetzlicher Pflichtabschluss; Hauptschulabschluss oder mittlere Reife bevorzugt
- Jugendliche unter 18 Jahren: Ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung erforderlich
- Ausbildungsvertrag: Voraussetzung für die duale Ausbildung
- Im Ausland erworbene Abschlüsse: Keine formale Anerkennung nötig; Gleichwertigkeitsfeststellung kann helfen
In Unternehmen des Bahnbaus oder der Schieneninfrastruktur kann zusätzlich eine gesundheitliche Eignungsuntersuchung verlangt werden – insbesondere wenn Arbeiten im Gleisbereich geplant sind.
Welche Eigenschaften brauchst du für die Ausbildung Fachkraft für Metalltechnik?
Die Ausbildung ist stark praxisorientiert und handwerklich anspruchsvoll. Technisches Verständnis, Sorgfalt und eine gute Hand-Auge-Koordination stehen ganz oben auf der Liste. Du solltest Spaß daran haben, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen und gern nach Plan und Zeichnung zu arbeiten.
Diese Eigenschaften sind besonders wichtig:
- Technisches Grundverständnis: Normen, technische Zeichnungen und Betriebsanleitungen umsetzen
- Handwerkliches Geschick und Feinmotorik: Bauteile präzise montieren und ausrichten
- Sorgfalt und Genauigkeit: Lage- und funktionsgerechte Fixierung von Baugruppen
- Gute Auge-Hand-Koordination: z. B. beim Verbinden elektrischer Anschlüsse
- Interesse an Mathematik: Materialbedarf berechnen, Maschinendrehzahlen ermitteln
- Körperliche Belastbarkeit: Montagearbeiten auch an schwer zugänglichen Stellen
- Teamfähigkeit und Kommunikation: Zusammenarbeit im Betrieb und Einweisen von Kund:innen
Vorkenntnisse aus dem Werkunterricht, technischem Zeichnen oder Physik sind von Vorteil, aber keine Pflicht. Die Ausbildung beginnt bei Null und baut systematisch auf.
Fachkraft für Metalltechnik: Ausbildungsvergütung und Geh alt nach der Ausbildung
Die Ausbildungsvergütung hängt vom Ausbildungsbetrieb und dem jeweiligen Tarifvertrag ab. Tarifgebundene Betriebe der Metall- und Elektroindustrie (M+E) zahlen nach dem IG-Metall-Flächentarifvertrag. Mit dem Tarifabschluss 2024 wurden die Azubi-Vergütungen ab Januar 2025 um 140 Euro pro Monat erhöht:
- 1. Lehrjahr: ca. 1.200–1.270 € brutto/Monat (je nach Tarifgebiet)
- 2. Lehrjahr: ca. 1.270–1.380 € brutto/Monat (je nach Tarifgebiet)
Beispielhaft für das Tarifgebiet Niedersachsen: 1.227 € im ersten und 1.294 € im zweiten Lehrjahr (Stand Januar 2025). Ab April 2026 steigen die Vergütungen um weitere 3,1 Prozent. Zusätzlich erhalten Azubis in tarifgebundenen Betrieben Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie altersvorsorgewirksame Leistungen. Nicht tarifgebundene Betriebe können abweichende Beträge zahlen – mindestens jedoch die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Das Geh alt nach der Fachkraft für Metalltechnik Ausbildung liegt je nach Betrieb, Region und Tarifbindung bei rund 2.100 bis 3.100 € brutto monatlich. Laut Bundesagentur für Arbeit liegt der Durchschnitt bei etwa 3.100 €. Wer eine Weiterqualifikation anhängt – etwa zur Industriemechanikerin oder zum Industriemeister Metall – kann das Gehalt deutlich steigern.
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Ausbildungsablauf: Was lernst du in den 2 Jahren?
Die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik – Montagetechnik ist ein 2-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Bereich Industrie und Handel (IHK). Sie findet dual statt: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, deren Unterricht je nach Unternehmen in Wochentags- oder Blockform organisiert ist.
1. Ausbildungsjahr
Im ersten Jahr steht die Grundausbildung auf dem Programm. Du lernst grundlegende Metalltechniken wie Feilen, Bohren, Drehen und Fräsen sowie den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen. Parallel dazu erarbeitest du dir in der Berufsschule das theoretische Fundament: Fertigungsverfahren, Werkstoffkunde, technisches Zeichnen und Arbeitssicherheit. Viele Betriebe absolvieren dieses erste Jahr gemeinsam mit anderen Metallberufen wie Industrie- oder Zerspanungsmechaniker:innen.
2. Ausbildungsjahr und Abschlussprüfung
Im zweiten Lehrjahr vertiefst du die Montagetechnik: Zusammensetzen von Baugruppen, Montage von elektrischen und elektronischen Elementen nach Schalt- und Funktionsplänen, Qualitätsprüfung der Endprodukte. Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt, die deinen Wissensstand orientiert. Die IHK-Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil.
Wer nach der Ausbildung weiter in der Metallbranche aufsteigen möchte, kann die Ausbildung in einem verwandten 3,5-jährigen Beruf – z. B. Fertigungsmechaniker:in, Industriemechaniker:in oder Anlagenmechaniker:in – mit Anrechnung der bereits absolvierten Zeit fortsetzen.
Perspektiven nach der Ausbildung: Wie geht es weiter?
Die Fachkraft für Metalltechnik – Montagetechnik ist nicht nur ein eigenständiger Beruf, sondern auch eine exzellente Startrampe für weiterführende Qualifikationen in der Metallbranche.
Weiterführende Ausbildungen
Wer nach den zwei Jahren tiefer einsteigen möchte, kann die Ausbildungszeit auf einen verwandten 3,5-jährigen Beruf anrechnen lassen. Typische Anschlussberufe sind Fertigungsmechaniker:in, Industriemechaniker:in, Anlagenmechaniker:in oder Verfahrenstechnolog:in Metall. So baut man auf dem bereits erworbenen Grundwissen auf, ohne von vorn beginnen zu müssen.
Anpassungsfortbildungen
Schweissen, Füge- und Trenntechniken, CNC-Programmierung, Qualitätsmanagement oder speziell für den Bahnbereich: Oberleitungsmontage und Fahrleitungsanlagen – das Themenspektrum für Weiterbildungen ist breit. In einer Branche, die stark von Digitalisierung und Automatisierung geprägt wird, zahlt es sich aus, die eigene Fachkompetenz aktuell zu halten.
Aufstiegsweiterbildung: Industriemeister:in Metall
Als geprüfte:r Industriemeister:in der Fachrichtung Metall übernimmst du Personalverantwortung, leitest Produktionsteams und kannst selbst ausbilden. Der Meistertitel bringt eine Hochschulzugangsberechtigung mit sich.
Staatlich geprüfte:r Techniker:in – Fachrichtung Maschinentechnik
Diese Weiterbildung an einer Fachschule vertieft technisches Fachwissen in Hydraulik, Steuerungstechnik und Konstruktion. Als Techniker:in bist du zwischen Werkstatt und Ingenieurbüro positioniert und könntest z. B. in der technischen Planung oder Qualitätssicherung arbeiten.
Studium
Mit der über den Meister erworbenen Hochschulzugangsberechtigung stehen Studiengänge wie Maschinenbau, Produktionstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen offen. Wer Abitur oder Fachabitur mitbringt, kann auch direkt nach der Ausbildung studieren.
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Weitere Ausbildungsberufe in der Metall- und Schienenbranche
Interessierst du dich auch für andere Ausbildungen rund um Metall und Schiene? Auf schienenjobs.de/bahn-ausbildung/ findest du alle Berufsprofile – darunter:
Tätigkeiten
- Lorem
- Ipsum
- Dolores
Ausbildungsablauf
- Ausbildungsdauer: 2 Jahre, dual in Betrieb und Berufsschule
- Abschluss: IHK-Abschlussprüfung (Fachkraft für Metalltechnik – Fachrichtung Montagetechnik)
- Fachrichtungen: Montagetechnik, Konstruktionstechnik, Umform- und Drahttechnik, Zerspanungstechnik
- Ausbildungsvergütung (Metall- & Elektroindustrie, ab Jan. 2025): ca. 1.227 € / 1.294 € brutto
Voraussetzungen
- Schulabschluss: Kein gesetzlicher Pflichtabschluss; Betriebe bevorzugen Hauptschul- oder mittleren Schulabschluss
Perspektiven
- Gehalt nach Ausbildung: ca. 2.100–3.100 € brutto (je nach Betrieb und Tarifbindung)
- Typische Arbeitgeber: Metallbau, Elektroindustrie, Bahnbau, Anlagenbau, Automobilindustrie, Energieversorger
- Besonderheit: Solide Basis für Weiterausbildung zum Industriemechaniker:in, Anlagenmechaniker:in u. a.
- Weiterbildung: Industriemeister:in Metall, Techniker:in Maschinentechnik, Studium Maschinenbau
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3 Gründe, warum die Fachkraft Metalltechnik Ausbildung eine gute Wahl ist
1. Kurze Ausbildungszeit, sofortiger Berufseinstieg
Zwei Jahre statt drei oder mehr – die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik ist eine der kürzesten anerkannten Ausbildungen im Metallbereich. Du bist frühzeitig berufstätig, verdienst dein eigenes Geld und kannst direkt nach Abschluss in eine weiterführende Qualifikation einsteigen, falls du das möchtest.
2. Breites Einsatzfeld – auch im Bahnbau
Von der Elektroindustrie über den Maschinenbau bis hin zur Schieneninfrastruktur: Fachkräfte für Metalltechnik sind in vielen Branchen gefragt. Besonders der Bahnbau sucht dringend Nachwuchs für die Montage von Fahrleitungsanlagen – ein krisensicheres und systemrelevantes Aufgabenfeld.
3. Solider Einstieg ins Tarif-System
In tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie profitierst du schon als Azubi von überdurchschnittlichen Vergütungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie altersvorsorgewirksamen Leistungen. Mit jeder zusätzlichen Qualifikation steigen auch die
FAQ: Häufige Fragen zur Ausbildung Fachkraft für Metalltechnik
Wie lange dauert die Fachkraft Metalltechnik Ausbildung?
Die Ausbildung dauert regulär 2 Jahre. Sie kann auf Antrag verlängert oder – bei entsprechenden Vorkenntnissen – auf Antrag verkürzt werden.
Was ist der Unterschied zwischen den vier Fachrichtungen?
Fachkraft für Metalltechnik gibt es in vier Fachrichtungen: Montagetechnik (Zusammenbauen von Baugruppen und Anlagen), Konstruktionstechnik (Fertigung von Metall-Konstruktionen), Umform- und Drahttechnik (Umformen und Drahtverarbeitung) sowie Zerspanungstechnik (Drehen, Fräsen, Bohren). Die Fachrichtung wird mit der Wahl des Ausbildungsbetriebs festgelegt.
Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung?
Volle Breite
Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen die meisten Betriebe Bewerber:innen mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife ein. Gute Noten in Mathematik und Technik erhöhen die Chancen deutlich.
Wie viel verdient man als Fachkraft für Metalltechnik in der Ausbildung?
In tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie (M+E) liegt die Vergütung ab Januar 2025 bei rund 1.200–1.270 € im ersten und 1.270–1.380 € im zweiten Lehrjahr brutto, je nach Tarifgebiet. Nicht tarifgebundene Betriebe zahlen mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung (ab 2025: 682 € im 1. Lehrjahr).
Wie viel verdient man als Fachkraft für Metalltechnik nach der Ausbildung?
Das Einstiegsgehalt liegt je nach Betrieb und Tarifbindung bei ca. 2.100 bis 3.100 € brutto monatlich. Der Bundesagentur für Arbeit zufolge liegt der Durchschnitt bei rund 3.100 €. Mit Weiterqualifikation zum Industriemeister:in oder Techniker:in sind deutlich höhere Gehälter erreichbar.
Kann ich nach der Ausbildung eine weiterführende Berufsausbildung machen?
Ja. Du kannst z. B. in die Ausbildung zum Industriemechaniker:in, Fertigungsmechaniker:in oder Anlagenmechaniker:in einsteigen und dir dabei die bereits absolvierte Ausbildungszeit anrechnen lassen. So erreichst du einen höherwertigen Abschluss, ohne die gesamte Ausbildungszeit nochmals zu durchlaufen.
Welche Bedeutung hat die Ausbildung Fachkraft für Metalltechnik im Bahnbau?
Besonders in der Oberleitungsmontage und dem Fahrleitungsbau werden Fachkräfte für Metalltechnik mit Fachrichtung Montagetechnik gezielt eingesetzt. Unternehmen wie STRABAG Rail Fahrleitungen oder andere Bahnbauunternehmen suchen regelmäßig Azubis für diese spezialisierte Tätigkeit.
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