Bildung für Berufstätige: Der Master of Science „ÖPNV und Mobilität“ an der Uni Kassel

Dass der öffentliche Personennahverkehr händeringend Fachkräfte sucht, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Ebenso gesucht werden aber auch sogenannte Generalisten: Damit sind im konkreten Fall Menschen gemeint, die zwischen den vielen Fachkräften vermitteln und den Überblick über die Kernthemen des Personenverkehrs behalten.

Die Universität Kassel ist diesem Bedürfnis der Branche nachgekommen und bietet Deutschlands einzigen berufsbegleitenden Master of Science für ÖPNV und Mobilität an.

Organisiert wird der Master von einer Zweigestelle der Universität, der Management School der Universität Kassel (UNIKIMS). Zugangsvoraussetzungen sind ein Bachelor-Abschluss sowie mehrere Jahre Berufserfahrung in der Branche. Die Absolventen sind zur Promotion berechtigt.

Perfekt auf den Beruf zugeschnitten

Die Studierenden loben insbesondere die Organisation des Studiengangs. Die geringen Präsenzzeiten, ergänzt durch Online-Kurse auf dem E-Campus und Phasen des Selbststudiums sind perfekt zugeschnitten, um das Studium mit Beruf oder Familie vereinbaren zu können. Darüber hinaus wird viel Wert auf Eigenständigkeit im wissenschaftlichen Arbeiten gelegt, welche die Universität von anderen Berufsakademien und Fachhochschulen unterscheidet.

Die Nähe zur beruflichen Realität spiegelt sich ebenfalls in der Auswahl der Module wieder:

  • Planung des ÖPNV: Im ersten Modul sollen sich die Studierenden mit grundsätzlichen Planungsaufgaben des ÖPNV beschäftigen und mit verschiedenen Methoden wie Ermittlung, Analyse und Prognose sowie strategischer Weitsicht den Markt betrachten.
  • Verkehrstechnik und Verkehrsmanagement: Die Auseinandersetzung mit den theoretischen Hintergründen des Verkehrsablaufs sowie mit moderner Kommunikations- und Informationstechnologien sind unerlässlich für einen erfolgreichen Studienabschluss.
  • Betriebswirtschaft: Ein Modul widmet sich den Thematiken des Dienstleistungsmarketings, der Finanzierung sowie Strategien der Marktforschung.
  • Organisation, Wettbewerb und Recht: Hierbei machen sich die Studierenden mit Vertragstypen und -inhalten sowie mit Gesetzen, die für die ÖPNV relevant sind, vertraut. Des Weiteren lernen sie die verschiedenen Akteure und ihre Positionen im Wettbewerb der Branche kennen.
  • Betrieb und Technik: In diesem Modul wird die Planung von Betriebsanlagen sowie deren Bauformen, Bauabläufen und Instanthaltungskonzepte vermittelt.
  • Soft Skills: Der Erfolg eines Unternehmens hängt in großen Teilen von der Personalführung ab. Die Studierenden lernen sowohl relevante Inhalte zu Motivation und Gruppenverhalten wie auch Akteure kommunaler Verkehrspolitik und deren Interessen kennen.

Das Ziel: Masterprojekt und Masterarbeit

Das zusätzliche Masterprojekt ist das übergeordnete Qualifikationsziel des Studiums und schlägt die Brücke zwischen Theorie und Praxis. Hierbei sollen sich die Studierenden an der selbstständigen wissenschaftlichen Bearbeitung von praxisnahen Problemen erproben und in ihrer Ganzheit lösen. Hier kommen neben der inhaltlichen Kompetenz auch Soft Skills zum Einsatz, da dieses Projekt als Gruppenarbeit konzipiert ist.

Bei der abschließenden Masterarbeit nutzen die Studierenden ihre erworbenen Fähigkeiten zur anwendungsbezogenen Problemlösung und stellen unter Beweis, dass sie ihr neues Wissen auch in Zukunft im Beruf anwenden können.

Die Universität Kassel

Derzeit sind über 25.000 Studierende an der Uni Kassel eingeschrieben. Der zweitgrößte Fachbereich sind Ingenieurswissenschaften mit mehr als 900 erfolgreichen Absolvent_innen im Jahr 2018.Die Zweigstelle der UNIKIMS besteht seit 2005 und bietet insgesamt neun berufsbegleitende Masterstudiengänge an. Diese zeichnen sich insbesondere durch ihren Bezug zur Praxis aus und bietet Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen einen Rahmen der universitären Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden.

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie unter: www.unikims.de/oepnv

Quelle: Den vollständigen Artikel finden Sie in der Fachzeitschrift „Deine Bahn“, 47.Jahrgang, September 2019, S. 52-54.

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