DB-Mitarbeiter werden seit 2018 auch per Virtual- und Augmented Reality geschult

Augmented Reality: Die Weiche kommt ins Klassenzimmer

Bis 2026 scheidet die Hälfte der derzeit 8.000 beschäftigten Wartungstechniker aus dem aktiven Berufsleben bei der Deutschen Bahn aus. Es werden also dringend viele Nachwuchskräfte gebraucht. Die Ausbilder stehen dabei vor großen Schwierigkeiten: Die reale Technik, wie etwa eine Weiche, kann nichts ins Klassenzimmer geholt werden. Die Gründer von VISCOPIC haben deshalb eine Lösung entwickelt, die die Bahntechnik veranschaulicht. Mithilfe von Augmented Reality werden dreidimensionale Darstellungen der Technik in den virtuellen Raum projiziert. Die realitätsnahen Hologramme können in alle Richtungen gedreht, Funktionsabläufe mit Fingertipps auf virtuellen Schaltflächen ausgelöst und animiert gezeigt werden. Die Augmented Reality-Anwendung von VISCOPIC hilft, die Lücke zwischen Theorie und Praxis in der Aus- und Weiterbildung von Wartungstechnikern bei der Deutschen Bahn zu schließen.

Engaging Virtual Education: Mit der Datenbrille den ICE 4 digital kennenlernen

In Zusammenarbeit mit dem DB Systel-internen Startup EVE haben Mitarbeiter des Bordservice eine VR-Trainingsanwendung zur Bedienung des Hublifts entwickelt. Die Bedienung der Einstiegshilfe, die im ICE 4 fest eingebaut ist, umfasst zahlreiche Arbeitsschritte, die in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden müssen. Mithilfe einer VR-Brille können die Mitarbeiter alle Handgriffe im virtuellen ICE 4 trainieren. Begleitet werden die Übungen von Praxistrainern. Die Trainer haben eine spezielle App auf ihrem Tablet und können bei Bedarf eingreifen und unterstützen. Seit Anfang 2018 ist das VR-Hublift-Training fester Bestandteil der Fortbildung. Bis Ende des Jahres sollen alle rund 4.000 Zugbegleiter geschult sein.

Auch Lokführer können auf einem Tablet mit einer 3D-Simulation in den Führerstand eines neuen ICE 4 einsteigen. Dadurch können Sie das Fahrzeug besser kennenlernen und ihre Ausbildungsinhalte vertiefen. Sie lernen z.B. wie sich beim ICE 4 die Bugklappen öffnen, Bremsen von Hand lösen lassen oder wie die Luftfedern im Fall einer Störung abgesenkt werden.

EVE adaptierte das Öffnen der Bugklappe bereits für eine VR-Umgebung. Die Nutzer können eine virtuelle Lernumgebung betreten, in der natürliche Bewegungen und Gesten erfasst werden. Funktionen werden dadurch greifbar und intensivieren das Lernen deutlich. Dies trifft vor allem bei Schulungsthemen zu, die in realen Zügen und Fahrsimulatoren nicht unterrichtet werden können. Jetzt sollen nach und nach weitere Lerninhalte für eine VR-Umgebung entwickelt werden.

Quelle: Website Deutsche Bahn AG
Bild: Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola

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