Das sind Deutschlands beste Eisenbahner

Berlin, den 9. März 2017. Im Wettbewerb Eisenbahner mit Herz stehen die Titelkandidaten fest: Aus rund 160 Geschichten, die Reisende bis zum 31. Januar an die Allianz pro Schiene schickten, liegen der Jury inzwischen 60 Favoriten vor. Neben verirrten Kindern, Personen im Gleisbett oder verletzten Vögeln hatten die nominierten Bahnmitarbeiter im laufenden Jahr auch Herz-Attacken oder Messerstechereien zu meistern. Natürlich beschäftigt die Bahnkunden auch, wie liebevoll das Zugpersonal kleine und große Pannen im Reisealltag heilt oder wie Bahnhofsmitarbeiter die Lage retten, wenn sie zuvor eine viel zu teure Fahrkarte ausgestellt haben.

Pendler wissen genau, wer gute Durchsagen macht

Auch das Thema Durchsage berührt die Reisenden in größerem Umfang. So bildet der Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz“ inzwischen zuverlässig ab, welche Zugdurchsagen bei den Pendlern für den größten Gute-Laune-Schub sorgen. Dass herausragende Lokführer vieler Großstadt-S-Bahnen – darunter die S-Bahn Hamburg, Berlin, Köln oder Frankfurt am Main – unter den Nominierten sind, erlebt die Jury zum ersten Mal.

Alle von den Kunden vorgeschlagenen Eisenbahner haben für den Wettbewerb ihr Einverständnis gegeben, mit ihrer Geschichte und einem Porträt in einer Online-Galerie zu erscheinen. Aus dem Kreis dieser 60 Titelkandidaten wird eine Jury aus Eisenbahngewerkschaften, Fahrgastverbänden und Verkehrsclubs am 26. April 2017 die Sieger bestimmen.

Vorzeige-Eisenbahner kommen aus fast allen Bundesländern

Die diesjährigen Kandidaten kommen aus fast allen Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen arbeiten die meisten Vorzeige-Eisenbahner (11), gefolgt von Niedersachsen (7), Hamburg (7) sowie Bayern, Berlin und Hessen (jeweils 6). Unter den Bahnkundenlieblingen stellen die Mitarbeiter der Deutschen Bahn mehr als die Hälfte: Von 60 Kandidaten für den Titel Eisenbahner mit Herz arbeiten 34 für die Deutsche Bahn – im Fernverkehr, bei Regio oder in den Bahnhöfen. Zum ersten Mal ist auch DB Cargo in der Galerie dabei. Auch Ex-Bahnchef Rüdiger Grube wollten die Reisenden unter die Top-Eisenbahner des Landes einreihen.

Überproportional gut vertreten sind inzwischen auch die privaten Wettbewerber. Transdev hat mit dem Meridian, der BOB, der NordWestBahn, der NOB, der WEG und der Mitteldeutschen Regiobahn insgesamt sieben Kandidaten am Start. Metronom ist mit sechs Mitarbeitern in der Galerie präsent, National Express mit drei, während Abellio, die ODEG, die HLB und die NEB jeweils zwei Eisenbahner ins Rennen schicken. Einen Kandidaten haben Keolis und die AVG.

Eisenbahner mit Herz: Wettbewerb seit sieben Jahren

Der Wettbewerb unter dem Vorsitz der Allianz pro Schiene findet schon zum siebten Mal in Folge statt. „Wir wollen mit unserem Wettbewerb zeigen, dass jede Bahnfahrt ein besonderes Erlebnis ist. Das Personal auf den Zügen und in den Bahnhöfen ermöglicht den Reisenden oft viel mehr als eine Fahrt von A nach B“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Donnerstag in Berlin. „Wer wissen will, was auf Deutschlands Netz so alles passieren kann, muss die Kunden fragen. Und genau das tun wir.“ Flege verwies darauf, dass der Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz“ in den Jahren seines Bestehens merklich an Fahrt gewonnen habe: „Bis heute haben uns schon weit über tausend Reisende zum Teil lange Briefe geschrieben und uns verraten, welche Bahnmitarbeiter ihnen auf Reisen besonders geholfen haben.“ Nur zwei Bundesländer – das Saarland und Thüringen – seien nicht mit Geschichten in der Galerie vertreten. „Inzwischen schreiben wir, deutschlandweit, Jahr für Jahr eine Art Schienentagebuch“, sagte Flege. Die Jury werde es mit der Wahl der Sieger Ende April nicht leicht haben, kündigte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer an.

 

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